Hannover. Mit Besorgnis hat der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried, auf die vom Kultusministerium angekündigten Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Daten zur Unterrichtsversorgung für das laufende Schuljahr reagiert.

Einem Medienbericht zufolge sollen die Daten nicht vor dem 28. Februar 2017 veröffentlicht werden. „Noch immer kann Kultusministerin Heiligenstadt nicht sagen, wie viel Unterricht an den einzelnen Schulen im August 2016 ausgefallen ist. Das ist völlig unverständlich, denn die mangelhafte Unterrichtsversorgung ist die größte Baustelle dieser Kultusministerin. Eine gute Lehrerversorgung gehört zu den wichtigsten Grundlagen guter Bildung. Ministerin Heiligenstadt hat den derzeitigen Lehrermangel persönlich zu verantworten. Was ist da wieder los im Kultusministerium?“ fragt Seefried, der auf die Beantwortung einer Anfrage an die Landesregierung zu den Daten für alle Schulen des Landes wartet. Die Anfrage wird jedes Jahr zum Jahresende von Abgeordneten der CDU-Landtagsfraktion gestellt.

„Bisher sind wir davon ausgegangen, dass das Ministerium unsere Anfrage spätestens Ende Januar beantwortet. Wenn das ausbleibt, können wir das im Interesse der Schülerinnen und Schüler, die ein Recht auf Bildung und auf ausreichend Schulunterricht haben, nicht einfach so hinnehmen. Wir müssen davon ausgehen, dass das Ministerium etwas zu verbergen hat. Wie groß sind die Lücken bei der Lehrerversorgung wirklich?“, so Seefried weiter. Die CDU-Fraktion werde das Thema Unterrichtsversorgung auf die Tagesordnung der Plenarsitzung des Niedersächsischen Landtags Anfang Februar setzen.